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Die Neumünsterkirche

Wiedereröffnung nach Renovierung

Die Neumünsterkirche gilt als Herz des Bistums Würzburg, denn in der Gruft ruhen die Gebeine des Frankenapostels Kilian. Seit Jahrhunderten ist die Kirche auch mit den Namen großer Künstler wie Tilman Riemenschneider oder Johann Peter Wagner verbunden. Jetzt wurde die Kirche renoviert. Warum die Kosten von vier Millionen Euro gut angelegt sind, erfahren Sie in unserem Bericht.

  

Autor: Sigrid von Schroetter

Kamera: Frank D. Schipper / Martin Scharrer

Schnitt: Barbara Fortuna

Sprecher: Dominic Winkel

Renovierung

Liebe Würzburger, als Paderborner finde ich die teilweise harschen, im Stil unserer Zeit geschriebenen Kritiken befremdlich. Ich verstehe nicht, warum man sich gegen zeitgenössische Kunst so wehrt. Auch der Barock war mal zeitgenössisch und bestimmt nicht jedermanns Sache. Für mich ist das Gesamtbild der Kirche, wie es sich heute bietet, überwältigend, einschließlich der modernen Bilder, die ich besonders mag. Immer wieder ist festzustellen, dass der sogenannte moderne Mensch so hoffnunglos am Alten klammert, dass er es bis in alle Ewigkeit konservieren möchte. Also, wenn ihr die Kirche so nicht mögt, her damit, wir Paderborner nehmen sie mit Kusshand. Wir haben in unserem Kiliansdom in Paderborn moderne Fenster, und die lieben wir sehr. Viele Grüße aus Paderborn

Jeder kann nur für sich sprechen...

Hallo, ich bin selbst Paderborner, der beruflich sehr viel in Würzburg zu tun hat, und wehre mich schlichtweg gegen die Behauptung, daß "wir Paderborner" die Neumünsterkirche "mit Kusshand" nehmen würden - abgesehen davon, daß diese mainfränkische Kirche stilistisch einfach nicht in unsere Stadt passt, hat die wenig behutsame Modernisierung der Neumünsterkirche aus meiner Sicht in jeder Hinsicht außerordentlich geschadet, wenn man vielleicht von der dringend notwendig gewesenen 'Renovierung' der Klais-Orgel absieht. Im übrigen: Der Paderborner Dom hat drei Patrone: Liborius, Maria und Kilian - da der Patron der Stadt und des Erzbistums der heilige Liborius ist, wird der Dom nicht als 'Kiliansdom' (wie der Würzburger Dom...) bezeichnet, sondern als Liborius-Dom. Die modernen Fenster des Paderborner Doms sind letztlich das Resultat von unentbehrlichen und umfangreichen Sanierungsmaßnahmen und eben nicht Ausdruck einer unangemessenen und willkürlichen Monumentalaktualisierung - die Originalfenster des Doms wurden leider Opfer des Bombenterrors in den letzten Monaten des zweiten Weltkriegs. Grüße aus der schönen Domstadt Paderborn.

Den Bogen eindeutig überspannt...

Hallo, ich bin ein engagierter 'Kitzinger' und gehöre ebenfalls zu denjenigen, die unter der ungezügelten 'Modernisierungswut' des Theologen, des Liebhabers zeitgenössischer Kunst und Hobby-Künstlers an der Spitze des Kunstreferats der Diözese zu leiden haben: ich erwähne hier das großformatige Gassmann-Altarbild im Chorraum der Kitzinger Pfarrkirche St.Johannes, das den ungetrübten Blick auf Form und Farbenspiel der großen Chorfenster völlig zerstört. Es kann doch nicht sein, daß es damit 'ad infinitum' so weitergeht... Gruß aus der Weinhandelstadt Kitzingen

Ich stimme dem 'Vorredner' zu...

Grüss Gott, ich komme aus Frickenhausen und zähle mich ebenfalls zu denjenigen, die mit den fast immergleichen Gestaltungsversuchen des Chefs aus dem Kunstreferat der Diözese nichts mehr anfangen können: egal ob es sich dabei um die Frickenhäuser Pfarrkirche handelt, oder in Würzburg Stift Haug, St. Burkard, Spitalkapelle St.Kilian und jetzt auch noch die Neumünsterkirche - es ist jammerschade, daß sich der 'Lenssen-Stil' in den Gemälden, Leuchtern, Konsolen, Altären und Kirchenbänken immer weiter und anscheinend ungehindert ausbreiten kann. Mittlerweile weiche ich in die wohltuend abwechslungsreichen und vielgestaltigen evangelischen Kirchen unserer Region aus... Herzliche Grüße aus unserem schönen Weinort !

Gratulation zur Neugestaltung der Neumünsterkirche

Eine beeindruckende, behutsame Integration von zeitgenössischer Kunst in einen großartigen (hirstorischen) Sakralraum. Mit freundlichen Grüßen - Karl-Heinz Kronawetter

Weder beeindruckend noch behutsam...

Es ist für mich, aber auch für viele kunsthistorisch interessierte Mitbürger/innen schlichtweg nicht nachvollziehbar, daß der hiesige Bistumskunstreferent und seine, mit missionarischem Eifer auf dem Bistumsterritorium 'durchgezogenenen' Aktivitäten mit höchst umstrittenen zeitgenössischen Kunstproduktionen, zusammen mit eigenen Entwurfs- und Gestaltungsversuchen in so manchen Sakralbauten der kunstgeschichtlich so hochbedeutenden Würzburger Diözese, mittlerweile auch noch sein Sendungsbewußtsein in der altehrwürdigen Neumünsterkirche entfalten durfte...

Über Geschmack lässt sich durchaus trefflich streiten...

Der vermeintliche 'Tausendsassa' des Kunstreferats der Diözese hat wiedermal einen höchst zweifelhaften Coup gelandet: Neukonzeption der Innenraumgestaltung UND Entwürfe zu diversen Teilen der Innenausstattung der Neumünsterkirche wie Altäre, Stelen, Leuchter etc. Ich erinnere mich noch zu gut an das 'künstlerische' Wirken in St.Burkard, wo der Abschluss der Kirchenrenovierung mit einem dilettantischen Orgelprospekt 'gekrönt' wurde, und das Ganze u.a. auch mit meinen Kirchensteuergeldern...

Rennovierung Neumünsterkirche

Lieber Hochwürdiger Bischof ! Wir Katholiken aus Würzburg zahlen brav unsere Kirchensteuern damit unser guter Herr Lenssen teure und doofe und nicht zur Barockkirche passende Bilder in die Neumünsterkirche hinein hängt. Man hätte gleich mehrere Flat- Fernseher aufhängen können. Bei den Bildern in den Vorräumen weiß ich gar nicht was es darstellen soll. Da muss man eine Gebrauchsanleitung haben. Wieso darf Herr Lenssen so was bestimmen und keiner sagt was dagegen ? Ich habe schon von mehreren solchen Vorkommnissen gehört ! So was kann man in ein Museum tun, dann bitte aber nicht von unseren Kirchensteuern. Ich finde es traurig wie das Geld verschleudert wird. Man Papa will aus der Kirche austreten, das haben Sie nun davon ! Auch das macht mich traurig ! Herzliche Grüße Maximilian Sauer (10 J.alt)

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